Para-Leichtathletik Team des MFZ Schwerin wird Dritter im Bundesfinale 2026
Das Leichtathletikteam des MFZ Schwerin holte im Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ in der Hauptstadt einen sensationellen dritten Platz und wiederholt den Erfolg des letzten Jahres. Nicht nur das. Das Schweriner Team zeigte in den letzten vier Jahren eine erfolgreiche Konstanz und setzt seine Vision fort, zu den besten Para-Leichtathletik-Teams in Deutschland zählen zu wollen. Nach dem Bundessieg 2023 und den zweiten Platz 2024, konnte man den dritten Platz 2025 in diesem Jahr wieder verteidigen. Nur waren es diesmal ganz andere Voraussetzungen.
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Eine schwierige Vorbereitung (in Bezug auf den Kader und die Trainingsintervalle) und die Gewissheit, das auch andere Teams (dieses Jahr waren es zwölf Teams aus verschiedenen Bundesländern) gezielt auf das Ziel Bundesfinale hinarbeiten, ließen eine Anspannung spüren. Nach der durchaus entspannten Anreise am Dienstag, den 15.09, folgte der erste Wettkampftag der U14 und U20. Die vier Starterinnen und Starter dieser Altersgruppen (Hannah Ohlhöft, Emma Klingbiel-Warthun, Jonas Frömming und Sean Knoblich) mussten den Wiederständen der Natur trotzen. In strömenden Regen und bei teilweise starken Wind kämpften sie für das Team. Die Laufbahn war glatt, die Kugeln rutschig, der Anlauf beim Weitsprung suboptimal. Aber der Kampfgeist war groß. Und so stand man am Ende des ersten Wettkampftages auf Platz Sieben.
Dieser Platz war vom Trainer und Sportlehrer Till Bamberg einkalkuliert. Das man am Ende dieses Tages nicht auf den vorderen Plätzen zu finden sein würde war klar. Die Hoffnung lag auf den sechs Starterinnen und Startern der U17 (Jenny Reimers, Emma Krusikat, Janne Rabe, Riley Lüdmann, Evan Mende und Jannes Block). Und sie enttäuschten nicht. Ganz im Gegenteil. Besonders den jungen Damen gebührt ein Lob, denn sie haben auf voller Linie überzeugt. Emma Krusikat stoß über 4 Meter, Janne Rabe lief im 800 Meter allen davon und Jenny Reimers zeigte, was es bedeutet alles für das Team zu geben.
Sie bekam vor ihrem 800-Meter-Lauf beim Warmmachen die Spikes einer anderen Sportlerin an ihrer Hand zu spüren. „Es war ein Riss zwischen Daumen und Zeigefinger, der stark geblutet hat. Jenny zog trotzdem durch und kämpfte. Nach anderthalb Runden blieb sie allerdings mit den Schuhen auf der Tartanbahn hängen, ist hingefallen und hat sich dabei mit der verletzten rechten Hand aufgestützt. Die Wunde ist wieder aufgegangen, doch sie lief unter Schmerzen durch bis ins Ziel, obwohl sie ein Kampfrichter zunächst raussetzen wollte. Aber das wollte Jenny nicht.“
Natürlich zeigten auch die jungen Herren was in ihnen steckt. Evan Mende stoß eine persönliche Bestweite mit der Kugel, Riley Lüdmann lief ein fantastisches 100 Meter –Rennen und flog beim Weitsprung auf 4,74 Meter und Jannes Blocks Durchhaltewillen beim 800 Meterlauf war enorm.
Wir haben alle Läufe in der weiblichen Konkurrenz gewonnen und noch ein Herren-Rennen, vier von insgesamt sechs über 100 Meter, und in der Gesamtwertung wurde es knapper und knapper. Vor den 800-Meter-Läufen waren wir Vierter. Diese letzten Ergebnisse wurden diesmal nicht online gestellt, so dass erst bei der offiziellen Bekanntgabe klar war, wo man denn am Ende gelandet war. Und als wir dann unter den zwölf Mannschaften auch nicht für den vierten Platz aufgerufen wurden, sondern als Dritter, war der Jubel groß. Wir sind total glücklich, haben uns mega gefreut. Es war eine ganz tolle Leistung“, so Bamberg.
Wenn es einen ganz kleinen Wermutstropfen gibt, dann den, dass zu Silber „nur sechs Punkte fehlten.“, erläutert Bamberg, der betont: „Meine Rechnung ist aufgegangen. Ich hatte das von vornherein gesagt, dass wir am zweiten Tag das Feld von hinten aufrollen, und das haben wir so stark gemacht, dass eigentlich alle so ein bisschen Bammel vor uns hatten.“
Das zeigt unmissverständlich für was dieses Team stand und steht: Zusammenhalt und Kampfgeist.
Vier Mal in Folge Landesmeister, vier Mal in Folge auf dem Podest gelandet. Das Team kann stolz auf sich sein.
Vielen Dank gilt Frau Mohnke-Samson für ihre unverzichtbare Unterstützung.
Bis (hoffentlich) nächstes Jahr!
© by T. Bamberg





